Politik in Kirgisistan

Politik in Kirgisistan verbindet die verfassungsmäßige Organisation des Staates mit Wahlen, die die nationale und lokale Vertretung bestimmen. Der Präsident leitet die Exekutive, während das 90-köpfige nationale Parlament die Gesetze verabschiedet, den Staatshaushalt genehmigt und parlamentarische Kontrolle ausübt. Die Bürgerinnen und Bürger wählen den Präsidenten, das nationale Parlament und die lokalen Selbstverwaltungsvertretungen unmittelbar nach unterschiedlichen Wahlsystemen.

Tipp

Bei einem politischen Thema in Kirgisistan ermittle zunächst, ob es um Maßnahmen der nationalen Exekutive, Gesetzgebung und Haushaltsentscheidungen, Gerichte oder lokale Selbstverwaltung geht. Prüfe für die Stimmabgabe frühzeitig deinen Eintrag in der Wählerliste und deine biometrische Identifizierung. Unterscheide anschließend zwischen Präsidentschafts-, Parlaments- und Wahlen zu den lokalen Selbstverwaltungsvertretungen, da für sie unterschiedliche Wahlsysteme gelten.

Staat

Kirgisistan ist ein souveräner, demokratischer, säkularer, unitarischer und sozialer Staat, der von der Verfassung vom 11. April 2021 bestimmt wird. Der Präsident ist Staatsoberhaupt und leitet die Exekutive; der 90-köpfige Jogorku Kenesh beschließt Gesetze, genehmigt den Haushalt und übt die parlamentarische Kontrolle aus, während die Gerichte die Verfassungs- und Rechtsordnung schützen. Öffentliche Aufgaben werden auf Ebene der Republik, der Oblaste, Rayons, Städte und Aiyl Aimaks wahrgenommen; örtliche Kenesche und kommunale Stellen kümmern sich um lokale Angelegenheiten. Staatsverwaltung, öffentliche Haushalte, Aufsicht, Informationsrechte und nationale Sicherheit werden derzeit administrativ und digital reformiert.

Wahlen

Kirgisistan wählt das Jogorku Kenesh, die Präsidentschaft und lokale Keneshe direkt. Wahlberechtigt sind kirgisische Staatsangehörige ab 18 Jahren, wenn sie im Wählerverzeichnis stehen und eine biometrische Identifizierung abgeschlossen haben. Parlamentswahlen nutzen 30 Dreierwahlkreise; Präsidentschaftswahlen folgen einem landesweiten Mehrheitswahlsystem.