Hiaces, Galuchos und Pick-ups bieten auf vielen Inseln täglichen Verkehr zwischen Orten. In ausgewählten Städten verkehren Stadtbusse (Autocarros); in Praia betreibt Sol Atlântico den Stadtverkehr. Eine Einzelfahrt kostet dort 43 kapverdische Escudos (Escudos Cabo-verdianos), also 43 ECV. Die allgemeine Monatskarte kostet 2,900 ECV, die Schülerkarte 2,300 ECV und die Seniorenkarte 2,100 ECV. Preise und Fahrpläne können je nach Stadt und Anbieter abweichen. Taxis sind weit verbreitet. Gemeinden erteilen die Lizenzen, und die kommunale Verwaltung legt den Fahrpreis innerhalb der nationalen Höchsttarife fest. Der Taxameter berechnet Strecke und Wartezeit. Ein Taxi muss seinen Berufsausweis sichtbar anbringen, sauber sein und ohne andere Anweisung die kürzeste Strecke fahren. Fahrer dürfen Fahrgäste nicht unter Druck setzen. Taxis warten üblicherweise an einem ausgewiesenen Taxistand (praça) oder sind durch eine Fahrzeugkennzeichnung (Livre) erkennbar. Der Straßenverkehr wird durch die Straßenverkehrsordnung (Código da Estrada) geregelt. Außerhalb geschlossener Ortschaften liegt die Höchstgeschwindigkeit bei 80 km/h. Zu Fuß Gehende haben an markierten Übergängen Vorrang. Die nationale Straßenverkehrsbehörde (DGTR) führt ein nationales Register für Verkehrsverstöße und hat seit 2025 ein Punktesystem für schwere und sehr schwere Verstöße. Kommunale Vorschriften ergänzen die nationalen Regeln, etwa zu Parken, Gehwegen und lokaler Verkehrslenkung. ECV entwickelt und unterhält das nationale Straßennetz; Gemeinden regeln örtlichen Verkehr und Parken. DGTR ist für Lizenzen und den Marktzugang im Straßentransport zuständig. Fahrzeuge unterliegen Vorschriften zur Verkehrstauglichkeitsprüfung. Für Reisen zwischen den Inseln ist der zentrale Fährbetreiber (CV Interilhas) der wichtigste Anbieter. Fahrpläne können sich ändern und sollten vor der Abfahrt auf der Website oder bei den Agenturen von Polar und Navex geprüft werden. Tickets sind online und bei diesen Agenturen erhältlich; bezahlt wird bar in Escudos oder mit Karte. Sitzplätze können nicht im Voraus reserviert werden. Fahrzeuge und Fracht benötigen separate Tickets. Veröffentlichte Fahrzeiten reichen ungefähr von 40 Minuten bis 14 Stunden und 20 Minuten, können sich aber durch Wetter- und Betriebsbedingungen ändern. Die veröffentlichten Preise für nationale Fahrgäste liegen je nach Strecke bei ungefähr 950 bis 4,060 ECV; für nicht nationale Fahrgäste reichen sie von 1,500 bis 6,070 ECV. Diese Preisübersicht gilt seit dem 1. Februar 2024. Flugzeuge sind besonders wichtig, um weit auseinanderliegende Inseln und internationale Ziele zu verbinden. Internationale Flughäfen liegen auf São Vicente, Sal, Boa Vista und Santiago. Fogo, Maio und São Nicolau haben Flugplätze. Die Flughafenkoordinierungsstelle (ASA) koordiniert die Flugsicherung und Zeitfenster für den Flughafenbetrieb auf Sal, Praia und Boa Vista. Die Zivilluftfahrtbehörde (AAC) beaufsichtigt unter anderem die Transparenz von Flugpreisen und allgemeine Beförderungsbedingungen. Flugpreise, Sitzplatzverfügbarkeit und Flugpläne hängen vom Anbieter und dem aktuellen Flughafenbetrieb ab. Für private Fahrten gibt es Privatfahrzeuge, Mietwagen, Taxis und Fähren für Fahrzeuge. Zu Fuß geht man üblicherweise kurze Strecken und die letzte Verbindung zum Ziel. Gehwege, Straßenränder und markierte Übergänge dienen diesem Zweck; laut den geltenden Vorschriften müssen Gemeinden Rampen zur Barrierefreiheit bereitstellen. Rollstuhlnutzende haben Vorrang, doch Qualität und Durchsetzung unterscheiden sich örtlich. Ein landesweites Fahrradsystem ist nicht dokumentiert. Radfahren wird hauptsächlich örtlich oder zur Erholung genutzt. Auf Maio können Fahrräder bei der Gemeindekammer (Câmara Municipal) registriert werden; dort gelten nachts Anforderungen an Licht und Warnwesten. Solche Vorschriften unterscheiden sich zwischen Gemeinden. Den verfügbaren Forschungsdaten zufolge verursacht der Straßenverkehr etwa 18.51 Prozent der nationalen Treibhausgasemissionen und ungefähr 30 Prozent des Verbrauchs importierter fossiler Brennstoffe. Cabo Verde fördert deshalb aktive und elektrische Mobilität. Ziel ist, dass Elektrofahrzeuge bis 2030 mindestens 25 Prozent des nationalen Straßenfahrzeugbestands ausmachen; auf den bewohnten Inseln wurden 40 öffentliche Ladestationen gemeldet. Die Klimapolitik strebt Klimaneutralität bis 2050 an. Für die Luftfahrt sieht die Planung eine Beimischung nachhaltiger Flugkraftstoffe von 5 Prozent im Jahr 2030 und 10 Prozent im Jahr 2035 vor.
Verkehr in Cabo Verde
Der Verkehr in Cabo Verde stützt sich hauptsächlich auf Straßen, Schiffe und Flugzeuge; ein betriebsfähiges Eisenbahnnetz gibt es nicht. Im Alltag sind Hiaces, Galuchos, Pick-ups, Busse und Taxis die wichtigsten Verkehrsmittel. Schiffe und Flugzeuge verbinden die Inseln untereinander und mit der Außenwelt. Verfügbarkeit, Fahrpläne, Preise und Barrierefreiheit unterscheiden sich stark nach Insel, Stadt, Anbieter und Wetter.
Tipp
Plane Reisen zwischen den Inseln nicht mit nur einem Standardverkehrsmittel: Flugzeuge sparen gewöhnlich Zeit, während Fähren für bestimmte Inseln, Fahrzeuge oder Fracht besser geeignet sein können. Prüfe jede Verbindung kurz vor der Abfahrt, da Fahrplan, Sitzplatzverfügbarkeit, Preis und Wetter die tatsächliche Reise beeinflussen können. Plane für Fahrten auf einer Insel mit örtlicher Verfügbarkeit und Preisen, statt einen einheitlichen landesweiten Dienst vorauszusetzen.

