Für die Einreise nach Honduras prüft das Nationale Migrationsinstitut (Instituto Nacional de Migración, INM) die Visumpflicht abhängig von Staatsangehörigkeit und Aufenthaltszweck. Staatsangehörige Guatemalas, El Salvadors und Nicaraguas reisen im Rahmen des CA-4-Abkommens (CA-4) in der Regel mit einem nationalen Identitätsdokument oder Reisepass. Andere Reisende benötigen normalerweise einen Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig ist. Ein Visum garantiert keine Einreise, denn die endgültige Entscheidung trifft der Einwanderungsbeamte am zugelassenen Grenzübergang. Für ein Visum über ein Konsulat können unter anderem eine Reisepasskopie, ein Finanzierungs- oder Beschäftigungsnachweis, eine notariell beglaubigte Einladung, zwei Fotos und Kontaktdaten erforderlich sein. Je nach Verfahren müssen ausländische Dokumente legalisiert oder mit einer Apostille versehen und amtlich ins Spanische übersetzt werden. Bei einem Visum nach vorheriger Konsultation (Visa Consultada) prüft das INM den Antrag im Voraus; laut Faktenblatt beträgt die Gebühr 100 US-Dollar. Visa zur einmaligen Einreise kosten 30 US-Dollar und gelten bis zu 30 Tage; Visa zur mehrfachen Einreise kosten 60 US-Dollar und gelten bis zu 90 Tage. Die Einreisevorabkontrolle (Prechequeo Migratorio) kann online mit einem E-Mail-Token durchgeführt und zur Kontrolle heruntergeladen werden. Kläre vor der Abreise, ob sie für den konkreten Abreiseort erforderlich ist. Wer aus einem Gelbfieber-Risikogebiet anreist, benötigt eine internationale Impfbescheinigung. Die Impfung muss mindestens zehn Tage vor der Einreise verabreicht worden sein; eine Dosis gilt ab dem zehnten Tag lebenslang. Zu den Ausnahmen zählen unter anderem Kinder unter einem Jahr, Schwangere, Menschen mit Immunsuppression und Personen über 60 mit ärztlichem Attest. Laut SESAL ist ein Transit von weniger als zwölf Stunden aus einem Risikogebiet ausgenommen. Die Einreise ist nur über zugelassene Einreisehäfen (Puertos de Entrada) erlaubt. Dort können Migrations-, Gesundheits- und Sicherheitskontrollen stattfinden. Bei der Zollkontrolle muss das Reise- oder Gepäckformular wahrheitsgemäß ausgefüllt werden. Persönliches Gepäck darf nicht gewerblich wirken und muss nach Menge und Art plausibel sein. Bewahre nach der Kontrolle Einreisestempel, erlaubte Aufenthaltsdauer und Dokumentenkopien sicher auf. Touristen dürfen sich typischerweise höchstens 90 Tage aufhalten. Eine Verlängerung um 30 Tage kann vor Ablauf beim INM beantragt werden, üblicherweise beim Amt für die innere Kontrolle (Oficina de Control Interior), gegen eine TGR-Zahlung in Höhe von 20 US-Dollar je Verlängerungsmonat. In der CA-4-Region darf der Gesamtaufenthalt laut INM höchstens 120 Tage betragen. Eine Überschreitung kann zu einer Geldbuße oder zur Gefahr einer Abschiebung führen. Das INM ist unter +504 2232-7800 und callcenter@inm.gob.hn erreichbar. Für einen dauerhaften Aufenthalt können je nach Situation eine Aufenthaltserlaubnis (Residencia) oder eine Sondergenehmigung zum Aufenthalt (Permiso Especial de Permanencia, PEP) infrage kommen. Nach einer positiven Entscheidung erfolgt die Registrierung im Nationalen Ausländerregister (Registro Nacional de Extranjeros, RNE) beim INM. Zu den erforderlichen Unterlagen gehören unter anderem die Entscheidung, ein gültiger Reisepass, ein rechtmäßiger Aufenthaltsstatus und TGR-Zahlungen für Registrierung, Bescheinigung und Stempel. Anschließend stellt das INM die Ausländerkarte oder den PEP aus. Laut aktuellem INM-Portal sollte die Registrierung innerhalb von 30 Tagen nach der Entscheidung stattfinden; eine Verlängerung muss im Allgemeinen jährlich vor Ablauf beantragt werden. Für Gesundheitsleistungen ist das Gesundheitssekretariat (Secretaría de Salud) zuständig. Die Primärversorgung (Primer Nivel de Atención) ist normalerweise die erste Anlaufstelle vor Ort. Impfungen gibt es über das staatliche Impfprogramm (PAI) oder zugelassene Gesundheitseinrichtungen. Eine besondere Anmeldung für Neuankommende oder eine einheitliche landesweite Gebührenbefreiung ist nicht dokumentiert. Akute Notfälle werden über den Notfalldienst SNE-911 gemeldet. Für Schutzsuchende oder Menschen, die irregulär weiterreisen, kann der Unterstützungsdienst INM-CAMI je nach verfügbaren Ressourcen über Rechte und Pflichten informieren, biometrische Daten erfassen, eine Vulnerabilitätsprüfung durchführen und an Gesundheits-, Medikamenten- und Rechtsangebote vermitteln. Schutzbedarf sollte ausdrücklich genannt werden. Laut Faktenblatt sieht das Verfahren fünf Tage für die Ausreise oder Regularisierung vor und ersetzt keine allgemeine Aufenthalts- oder Anmeldestelle. Für Neuankommende in Honduras ist keine allgemeine Erstanmeldung dokumentiert. Eine Unterkunftsadresse kann im Einzelfall als Visums- oder Kontaktbeleg erforderlich sein, begründet aber nicht automatisch eine Erlaubnis zum Aufenthalt, zur Arbeit oder zum Wohnsitz. Maßgeblich bleiben die zugelassene Einreisestelle, ein gültiger Status, wahrheitsgemäße Zoll- und Dokumentenangaben sowie die Fristen des jeweiligen Aufenthaltsverfahrens.
Ankunft in Honduras
Für die Einreise und das Ankommen in Honduras sind mehrere zuständige Stellen verantwortlich; eine zentrale Anmeldestelle gibt es nicht. Vor der Reise sind Staatsangehörigkeit, Aufenthaltszweck, Reisedokumente, Visa und gegebenenfalls Gesundheits- oder Zollerklärungen wichtig. Nach der Einreise gelten Aufenthaltsfristen sowie bei einem längeren Aufenthalt zusätzliche Aufenthaltsverfahren.
Tipp
Plane dein Ankommen in Honduras als Abfolge von Einreise, Aufenthaltsfristen und gegebenenfalls Aufenthaltsstatus; eine zentrale Erstanmeldung ersetzt diese Prüfungen nicht. Kläre vor der Abreise deine Staatsangehörigkeit, den Aufenthaltszweck, das erforderliche Dokument, ein mögliches Visum und die Gelbfieberbescheinigung. Wenn du länger bleiben willst, beginne frühzeitig das passende Verfahren für eine Aufenthaltserlaubnis oder einen PEP und behalte alle Fristen selbst im Blick.

