Die Zahl der gemeldeten schweren Straftaten sank von 1.070 Fällen im Jahr 2024 auf 801 im Jahr 2025. Auf Region 4-A entfielen 24 % der schweren Straftaten. Einbruchdiebstahl war die häufigste Kategorie schwerer Straftaten; innerhalb der erfassten Mordfälle waren Morde im Zusammenhang mit Auseinandersetzungen die häufigste Kategorie. Die Zahl der häuslichen Morde stieg von 13 auf 26. Diese Zahlen betreffen der Polizei gemeldete Fälle und nicht das vollständige Ausmaß der Betroffenheit. Eine Umfrage zu sicheren Wohnvierteln von 2017 ergab, dass 64 % der Betroffenen sexualisierter Straftaten diese nicht meldeten. Die verfügbaren Belege weisen keine aktuelle landesweite Rate für Viktimisierung aus. Gewalt in Städten und Eigentumsdelikte erfordern nachts besondere Vorsicht. Für Georgetown werden Stabroek Market, Bourda am Abend, Agricola, Albouystown, Tiger Bay und Sophia als Gebiete mit erhöhtem Risiko genannt. Die Botanical Gardens, der National Park und der Seawall sollten nach Einbruch der Dunkelheit gemieden werden. Trage Wertsachen nicht sichtbar, nutze nach Möglichkeit Geldautomaten in Banken oder Geschäften, bestelle ein lizenziertes Taxi im Voraus und halte Türen und Fenster verschlossen. Setze dich bei einem Raub nicht körperlich zur Wehr. Auch in Grenzgebieten nahe Venezuela und Suriname sollte die aktuelle Sicherheitslage örtlich geprüft werden, da organisierte Kriminalität ein zusätzliches Risiko darstellt. Bei einem Notfall oder einer Straftat, die gerade geschieht, rufe 911 an. Die Nichtnotfall- und Leitstellennummer der GPF lautet (+592) 225-6411; die Polizeizentrale ist unter (+592) 225-5401 erreichbar. Anzeigen können bei einer Polizeiwache oder regionalen Polizeidivision erstattet werden. Zu den Diensten der GPF gehören Beschwerden über die Polizei, Vermisstenmeldungen und Cybercrime-Anzeigen. Über die Secure Eye App lassen sich Standort, Text, Foto, Video oder Sprache-zu-Text-Bericht an den GPF Command Room oder die nächste Wache senden. Verfügbarkeit der Dienste und Reaktionszeiten außerhalb städtischer Zentren sind anhand der verfügbaren Belege nicht gesondert bestätigt. Die GPF betreibt eine rund um die Uhr besetzte Leitstelle und nutzt 911 sowie Überwachungskameras. 2024 gingen dort 905.042 Anrufe ein, darunter 874.249 Scherzanrufe, die die Bearbeitung echter Notfälle verzögern können. Intelligente Videoüberwachung (IVS) und CCTV führten zu 341 Anfragen nach Aufnahmen, von denen 185 im Zusammenhang mit Straftaten standen. Leitstellen in den Regionen 3, 4, 5, 6 und 10 waren in Betrieb; das Zentrum in Region 8 war den Rechercheunterlagen zufolge nicht in Betrieb. Rural Constables und Neighbourhood Police helfen dabei, die Polizeipräsenz in abgelegenen Gemeinden, im Hinterland und an Flüssen zu erweitern. Community Policing Groups, auch CPOG genannt, ermöglichen freiwillige praktische Zusammenarbeit mit der GPF. Sie ersetzen weder den Notfalldienst noch formelle Polizeibefugnisse. Häusliche und sexualisierte Gewalt kann bei der GPF oder über die gebührenfreie 914-Hotline des Ministry of Human Services and Social Security gemeldet werden. Sie ist in einem Unterstützungskontext rund um die Uhr erreichbar und steht Männern, Frauen und Kindern offen. Die Sexual Offences and Domestic Violence Policy Unit beaufsichtigt den Dienst 914, das Survivor's Advocate Programme und Schutzunterkünfte. Zum verfügbaren Angebot gehören Beratung, Vermittlung an andere Dienste und Schutzmaßnahmen. Das Hope and Justice Centre bietet Beratung, Rechtsbeistand und weitere Unterstützung. Bei unmittelbarer Gefahr rufe 911 oder die GPF an. Bei einer Kinderschutzfrage wende dich an 914 oder die Childcare and Protection Agency unter (+592) 227-0979. Eine Meldung erfordert keinen Beweis; Identität und Aufenthaltsort des Kindes reichen aus, um den Hinweis einzuleiten. Den verfügbaren Quellen zufolge sind diese Dienste im Allgemeinen gebührenfrei. Individuell können jedoch Fahrt- und Behandlungskosten anfallen. Zu den in Guyana gemeldeten Cyberstraftaten gehören Phishing, Onlinebetrug, Social Engineering, Identitätsdiebstahl, Cyberstalking, verteilte Denial-of-Service-Angriffe, Botnetze und illegale Inhalte. Bewahre Nachrichten, Kontodaten, Zahlungsinformationen und Bildschirmfotos auf. Sichere betroffene Konten, ändere Passwörter und sperre bei Bedarf Bankzugang oder Zahlungsmittel. Nutze anschließend den Meldeweg der GPF für Cyberkriminalität; ein eigenes nationales Entschädigungs- oder CERT-Angebot für Betroffene ist in den verfügbaren Unterlagen nicht bestätigt. Bei unmittelbarer körperlicher Gefahr rufe 911 an. Für Kinder gilt ein gesonderter Rechtsweg. Ein inhaftiertes Kind wird nicht automatisch festgenommen oder angeklagt. Bei Kindern zwischen 14 und 17 Jahren kann es zu Festnahme oder Anklage kommen. Eltern oder Erziehungsberechtigte, eine Sozialarbeiterin oder ein Sozialarbeiter der CPA oder eine Rechtsanwältin beziehungsweise ein Rechtsanwalt sollten kontaktiert werden; das Kind hat Anspruch auf anwaltlichen Beistand. Mögliche Maßnahmen außerhalb eines Strafverfahrens umfassen eine Verwarnung, psychosoziale Beratung, Mediation, Vermittlungsgespräche und einen Gesprächskreis. Eine Prüfung vor Anklage kann die CPA und den Director of Public Prosecutions einbeziehen. Das Juvenile Justice Department nennt für Aufnahmezentren eine Bearbeitungsdauer von 48 bis 72 Stunden. Die örtliche Praxis sollte für die jeweilige Region geprüft werden. Die Recherche für 2025 verzeichnete 339 Cybercrime-Meldungen gegenüber 241 im früheren Vergleichszeitraum, 50 Verfahren und 12 Verurteilungen gegenüber 23 Verfahren und 6 Verurteilungen. Außerdem wurden 13 Meldungen zu Menschenhandel und 2 Verfahren erfasst, 100 illegale Schusswaffen beschlagnahmt sowie neben der Vernichtung von 208 Acres Cannabis 2.033 Kilogramm Kokain und 861 Kilogramm Cannabis sichergestellt. Diese Vollzugszahlen zeigen Polizeitätigkeit und gemeldete Fälle; sie belegen nicht die Gesamtverbreitung der jeweiligen Straftaten.
Kriminalität in Guyana
Kriminalität in Guyana umfasst Gewalt, Einbrüche, Diebstahl, häusliche und sexualisierte Gewalt, Cyberkriminalität, Menschenhandel und Drogendelikte. Die Polizeistatistik verzeichnete 2025 insgesamt 801 schwere Straftaten, gegenüber 1.070 im Jahr 2024. Gemeldete Fälle erfassen jedoch nicht alle Vorfälle, da viele Betroffene keine Anzeige erstatten. Die Guyana Police Force (GPF), kommunale Polizeigruppen und spezialisierte Dienste bieten Wege zur Anzeige, Prävention und Unterstützung.
Tipp
Nutze einen mehrstufigen Sicherheitsplan: Verringere nachts vermeidbare Risiken, wähle den passenden Meldeweg und sichere nach einem Vorfall Belege. Rufe bei unmittelbarer Gefahr 911 an, nutze für andere Meldungen die GPF oder Secure Eye und wende dich bei häuslicher oder sexualisierter Gewalt an 914. Verzögere dringend benötigten Schutz nicht, während du Unterlagen sammelst oder über den passenden Dienst entscheidest.

