Lernen bedeutet, Wissen, Fähigkeiten und Werte zu erwerben oder neue Wege zu entwickeln, die Welt zu verstehen. In Guatemala kann Lernen durch Unterricht, Übung, Beobachtung, Gespräche und die Beteiligung am Familien- oder Gemeinschaftsleben stattfinden. Formales Lernen findet in Schulen, Ausbildungszentren, technischen Instituten und Universitäten statt. Lernende folgen in der Regel einem organisierten Programm und können nach Erfüllung der Anforderungen einen Bericht, ein Zertifikat, ein Diplom oder einen Abschluss erhalten. Nicht-formales Lernen umfasst organisierte Kurse außerhalb des regulären Schulsystems. Beispiele sind Alphabetisierungskurse, Gemeinschaftsworkshops, berufliche Kurse, Sprachunterricht sowie Schulungen von Arbeitgebern oder lokalen Organisationen. Informelles Lernen findet im Alltag ohne festen Lehrplan statt. Kinder und Erwachsene können von Verwandten, Nachbarn und Arbeitskollegen Landwirtschaft, Kochen, Handel, Handwerk, Kinderbetreuung, Technologie oder Aufgaben in der Gemeinschaft lernen. Spanisch spielt in großen Teilen der formalen Bildung eine zentrale Rolle, aber Guatemala ist mehrsprachig. Maya-Sprachen, die Garífuna-Sprache (Garífuna) und die Xinka-Sprache (Xinka) gehören ebenfalls zum Wissen und zur Kultur des Landes, und bilinguale interkulturelle Bildung zielt darauf ab, Lernen mit der Sprache und der Gemeinschaft der lernenden Person zu verbinden. Lernmöglichkeiten hängen teilweise von Ort, Einkommen, Verkehrsanbindung, Sprache, familiären Verpflichtungen, dem Zugang für Menschen mit Behinderungen und der Internetverfügbarkeit ab. Eine nützliche Lernmöglichkeit muss daher nicht nur nach ihrem Fachgebiet beurteilt werden, sondern auch danach, ob die lernende Person regelmäßig teilnehmen und mitmachen kann. Lernen kann Selbstständigkeit, berufliche Möglichkeiten, Kommunikation und Teilhabe an der Gesellschaft verbessern. Zu seinen Grenzen gehören ungleicher Zugang, die geringe Anerkennung mancher informell erworbener Fähigkeiten und Kurse, die nicht immer zu den lokalen Bedürfnissen passen. Ein praktischer erster Schritt besteht darin, ein klares Lernziel festzulegen und den einfachsten geeigneten Weg zu bestimmen. Danach kann die lernende Person formales Studium, kurze Schulungen, angeleitetes Üben und gemeinschaftsbasiertes Lernen vergleichen, bevor sie Zeit oder Geld investiert.
Lernen in Guatemala
Lernen in Guatemala findet in der Schule, zu Hause, bei der Arbeit und in der Gemeinschaft statt. Dazu gehören formale Bildung ebenso wie praktisches Wissen, Sprachenlernen, kulturelle Traditionen und Fähigkeiten, die im Alltag erworben werden. Zugang und Lernbedingungen können sich zwischen städtischen, ländlichen, indigenen und nicht-indigenen Gemeinschaften stark unterscheiden.
Tipp
Beginne mit der Fähigkeit oder dem Wissen, die bzw. das du tatsächlich brauchst, nicht mit dem Namen einer Institution. In Guatemala können Sprache, Wegezeit, Kosten, Zeitplan und die Anerkennung des Ergebnisses darüber entscheiden, ob eine Lernmöglichkeit nützlich ist. Ein kurzer Kurs oder angeleitetes Üben kann ein besserer erster Schritt sein als ein langes Programm.

