Grenadas Verkehrssystem beruht vor allem auf Straßen. Der Busbahnhof von St. George’s und die Melville Street sind zentrale Anlaufstellen für Minibusfahrten. Die Busse zeigen in der Regel Aufkleber mit ihren Zonen an; außerdem sind meist Schaffner an Bord. Nach Angaben der Grenada Tourism Authority fahren die Minibusse ungefähr montags bis samstags von 6:00 bis 21:00 Uhr. Die Fahrpreise liegen bei 2,50 bis 6,50 EC$. Da die veröffentlichten Angaben zu Betriebszeiten und Betrieb voneinander abweichen, sollten Sie Fahrpreis und Betriebszeiten vor der Fahrt vor Ort prüfen. Auf Carriacou und Petite Martinique ist das Angebot weniger zusammenhängend. Private Minibusse, Taxis und informelle Mitfahrgelegenheiten bieten Transport an. Eine Inselstudie aus dem Jahr 2012 stellte jedoch fest, dass es kein einheitliches öffentliches Verkehrssystem gibt. Verfügbarkeit, Preise und Abfahrtszeiten sollten Sie deshalb auf der jeweiligen Insel bestätigen, statt die Verhältnisse auf Grenada vorauszusetzen. Die Grenada Transport Commission reguliert den Straßenverkehr, darunter Fahrpreise sowie die Registrierung und Unterstützung von Transportanbietern. Auch das für Infrastruktur und Verkehr zuständige Ministerium, die Polizei und die Gesetze Grenadas spielen bei Verkehrssicherheit und Zulassung eine Rolle. Taxi- und Mietwagenunternehmen benötigen formelle Lizenzen, darunter eine Enterprise Licence, die von der Grenada Tourism Authority verwaltet wird. Fahrer benötigen den passenden Führerschein. Besucher mit einem gültigen ausländischen Führerschein erhalten eine grenadische Fahrerlaubnis in der Regel über die Polizei. Die Grenada Tourism Authority nennt dafür eine Gebühr von 60 EC$ und üblicherweise ein Mindestalter von 25 Jahren. Die aktuellen Anforderungen und Gebühren sollten Sie vor dem Fahren bestätigen. Behörden bieten außerdem Verfahren für einen Führerschein, eine Lernfahrerlaubnis und eine jährliche Fahrzeugzulassung an. In Grenada herrscht Linksverkehr. Zum rechtlichen Rahmen gehören das Road Traffic Act mit Änderungen aus den Jahren 2020 und 2021, die Vorschriften für Busdienste von 2014 sowie der Protective Head Gear Order 2018. Fahrer müssen die geltenden Anforderungen an Führerscheine, Fahrzeuge, Verkehrssicherheit und Schutzhelme einhalten. Die genauen Regeln zu Geschwindigkeit, Sicherheitsgurten und Fahrerlaubnissen sollten Sie im aktuellen Gesetzestext prüfen, da sie sich aus der verfügbaren Zusammenfassung nicht zuverlässig ergeben. Für den Flugverkehr gibt es den Maurice Bishop International Airport bei Point Salines, mit den Kennungen GND oder TGPY, und den Lauriston Airport auf Carriacou, mit den Kennungen CRU oder TGPZ. Der Pearls Airport ist derzeit außer Betrieb. Für den Maurice Bishop International Airport werden reguläre Betriebszeiten von 6:00 bis 21:30 Uhr Ortszeit angegeben; zusätzliche Zeiten sind auf Anfrage möglich. Zum Seeverkehr gehören die Häfen von St. George’s, Grenville, Hillsborough und Tyrrel Bay. Passagierfähren, Wassertaxis und private Boote stellen Verbindungen zwischen den Inseln her. Ein Überblick der Regierung gibt die Bootsfahrt nach Carriacou mit etwa 90 Minuten an; in den verfügbaren Primärquellen ist jedoch kein aktueller, fester Fahrplan belegt. Fahrradfahren und Zufußgehen finden meist auf gewöhnlichen Straßen und Wegen statt. Die verfügbaren Belege weisen weder ein öffentliches Fahrradverleihsystem noch ein eigenes nationales Radwegenetz aus. Auch Informationen zur Barrierefreiheit von Fußwegen sind unvollständig. Die Verkehrsplanung ist außerdem mit der Umweltpolitik verbunden: Grenadas National Environment Policy 2022–2035 unterstützt sauberere und effizientere Fahrzeuge und Kraftstoffe, bezahlbare und barrierefreie Alternativen, Elektromobilität und Ladeinfrastruktur. Erneuerbare Elektrizität ist eine praktische Voraussetzung dafür, dass Elektroverkehr seinen vollen Klimavorteil entfalten kann. Einer offiziellen historischen Schätzung zufolge entfielen etwa 39 % der Treibhausgasemissionen in den Jahren 2010 bis 2014 auf den Land- und Seeverkehr. Straßen, Küstenzugänge, Flughäfen und Häfen sind durch Überschwemmungen, Küstenerosion und Erdrutsche gefährdet. Wetter- und Infrastrukturbedingungen können daher die Reise beeinflussen.
Verkehr in Grenada
In Grenada herrscht Linksverkehr. Auf den Straßen fahren Minibusse, Taxis und Mietwagen; außerdem gehen die Menschen zu Fuß und fahren Fahrrad. Die Fahrpreise für öffentliche Minibusse sind reguliert und liegen Berichten zufolge meist zwischen 2,50 und 6,50 Ostkaribischen Dollar. Grenada hat kein Schienennetz. Flughäfen, Häfen und Passagierboote verbinden die drei Hauptinseln.
Tipp
Für regelmäßige Fahrten auf Grenada eignen sich Minibusse, wenn flexible Zeiten wichtiger sind als die volle Kontrolle über die Fahrt. Wählen Sie ein Taxi oder einen Mietwagen, wenn Gepäck, Privatsphäre oder eine feste Ankunftszeit den zusätzlichen Abstimmungsaufwand rechtfertigen. Klären Sie vor der Übernahme eines Fahrzeugs alle Voraussetzungen zum Fahren. Gehen Sie bei jeder Verbindung zwischen den Inseln davon aus, dass sie vom jeweiligen Anbieter abhängt, und planen Sie mögliche Beeinträchtigungen von Straßen, Häfen und Flughäfen ein.

