Kinder besuchen üblicherweise im Alter von etwa 1 bis 3 Jahren die frühkindliche Bildung (Educación Infantil), im Alter von etwa 4 bis 6 Jahren die Vorschulbildung (Educación Parvularia) oder Preescolar, im Alter von etwa 7 bis 12 Jahren die sechs Klassen der Primarbildung (Primaria), im Alter von etwa 13 bis 16 Jahren die vier Klassen der grundlegenden Sekundarbildung (Educación Secundaria Básica (ESBA)) und anschließend zwei Jahre der oberen Sekundarbildung (Bachillerato). Nach Abschluss der Primarbildung und Bestehen einer Prüfung führt der Bildungsweg zur ESBA. Nach dem Bachillerato und der Hochschulaufnahmeprüfung (Selectividad) kann ein Zugang zur tertiären Bildung möglich sein; berufliche technische Ausbildung (Formación Técnica Profesional) oder berufliche Qualifizierung (Formación Ocupacional) bietet nach der ESBA einen eigenen Übergang und gehört nicht selbst zum Schulbereich. Die Primarbildung endet mit dem Grundschulabschlusszeugnis (Certificado de Estudios Primarios). Für die ESBA und das Bachillerato werden Zeugnisse ausgestellt. Das Bachillerato umfasst unter anderem die Fachrichtungen Geisteswissenschaften (Humanidades), Technologie (Tecnología) und Kunst (Artes), wobei Angebot und Qualität nicht an allen Schulen und in allen Regionen einheitlich sind. 2023 setzte das Bildungsministerium den Bachillerato-Zyklus an 30 Zentren in Malabo und Bata wegen schwacher Ergebnisse aus. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, berufliche Bildung und Sport (Ministerio de Educación, Ciencias, Enseñanza Profesional y Deportes), zentrale und regionale Bildungsbehörden sowie technische Inspektoren (inspectores técnicos) beaufsichtigen das System. Die Anmeldung erfolgt direkt bei einer zugelassenen Schule. Privatschulen müssen ihre Zulassung gut sichtbar ausweisen; landesweit einheitliche aktuelle Unterlagen, Fristen und Kapazitätsregeln sind zentral nicht verlässlich dokumentiert und sollten daher bei der zuständigen Bildungsbehörde oder der Schule erfragt werden. Die Verfassung garantiert Bildung und bezeichnet die Primarbildung als kostenlos und verpflichtend. Auch Ley 5/2007 bestimmt Preescolar und Primarbildung als kostenlos und verpflichtend. Ausländische Einwohner haben Anspruch auf Preescolar und Primarbildung. Eltern und Erziehungsberechtigte müssen den Schulbesuch sicherstellen; Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte müssen am Schulleben teilnehmen und die Schulregeln einhalten. Die öffentlichen verpflichtenden Bildungsstufen sind gesetzlich frei von Unterrichtsgebühren, während Privatschulen eine Einschreibegebühr (matrícula) und weitere Gebühren erheben können. Im Rahmen des concert-Regimes dürfen vereinbarte Einschreibegebühren nicht überschritten werden; zusätzliche Kosten und die enthaltenen Leistungen müssen vor Ort geklärt werden. Der nationale Kalender sieht mindestens 200 Unterrichtstage pro Jahr vor. Für 2026/27 hatte das Ministerium einen Plan, konkrete aktuelle Termine waren jedoch nicht verlässlich dokumentiert. Laut offiziellen Zahlen für 2018/19 gab es 936 Grundschulen, davon 60,5 Prozent öffentliche und 39,5 Prozent private. Im Sekundarbereich wurden 232 Schulen erfasst, davon 20,3 Prozent öffentliche und 79,7 Prozent private; andere offizielle Zusammenfassungen berichten, dass etwa zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler in Primar- und Sekundarbildung private Schulen besuchen. Die Zahlen beruhen daher auf unterschiedlichen statistischen Grundlagen. Das Angebot sonderpädagogischer Förderung ist weiterhin fragmentiert. Ein Pilotprojekt 2023/24 umfasste drei spezifische Klassen in drei öffentlichen Zentren in Malabo; etwa 30 Lehrkräfte für Bata und Malabo wurden geschult. Eine einheitliche landesweite Regelung für Platzierung und Unterstützung ist nicht dokumentiert. Entfernungen, Kosten und soziale Hürden können den Zugang zusätzlich einschränken. Seit 2025 gibt es außerdem ein Nationales Schulgesundheitsprogramm (Programa Nacional de Salud Escolar) der Gesundheits- und Bildungsministerien; in Litoral wurde ein Pilotprojekt zur Gabe von Vitamin A durchgeführt.
Schule in Äquatorialguinea
Das Schulsystem in Äquatorialguinea umfasst frühkindliche Bildung, Vorschulbildung oder Preescolar, sechs Jahre Primarbildung, vier Jahre grundlegende Sekundarbildung und zwei Jahre obere Sekundarbildung. Spanisch ist die vorherrschende Unterrichtssprache. Die Primarbildung ist gesetzlich kostenlos und verpflichtend; öffentliche und private Schulen unterscheiden sich hinsichtlich Zugang, Gebühren und regionaler Verfügbarkeit.
Tipp
Die Wahl einer Schule in Äquatorialguinea sollte anhand der Bildungsstufe, des verfügbaren Angebots, der Unterrichtssprache, der Kosten und der Übergangsmöglichkeiten konkret geprüft werden. Vor allem bei Privatschulen sowie bei ESBA, Bachillerato und sonderpädagogischer Unterstützung sollten die Angaben direkt bei der Schule oder der Bildungsbehörde bestätigt werden, da Angebot und Verfahren nicht überall einheitlich dokumentiert sind.

