Eswatini weist von Westen nach Osten vier große Landschaftszonen auf. Das Highveld liegt auf etwa 910 bis 1.830 Metern und umfasst Bergwildnis, Grasland, Nebelwaldgürtel und kommerzielle Forstwirtschaft. Das Middleveld hat feuchtere und trockenere subtropische Gebiete mit gemischtem Veld, Landwirtschaft und dichter Besiedlung. Das Lowveld liegt auf etwa 60 bis 730 Metern und besteht aus halbtrockenem Buschland und Savanne mit dürregefährdeten Gebieten sowie bewässertem Zuckerrohr-, Zitrus- und Baumwollanbau. Das Lubombo-Plateau und die Gebirgskette verbinden Wälder, Savannen und Flusssysteme mit Landschaften in Mosambik und Südafrika. Dieser Höhenunterschied erstreckt sich über etwa 200 Kilometer und ermöglicht unterschiedliche Arten und Landnutzungen. Zu den Schutzgebieten gehören die von ENTC verwalteten Mantenga Nature Reserve, Malolotja Nature Reserve und Hawane Dam Reserve, das Mlawula Nature Reserve und der King Sobhuza II Park sowie von Big Game Parks verwaltete Gebiete wie Hlane Royal National Park, Mlilwane Wildlife Sanctuary und Mkhaya Game Reserve. Der Anteil der Schutzgebiete wurde für 2021 mit 5,6 % angegeben; ein älterer Bericht zum Übereinkommen über die biologische Vielfalt von 2018 nannte 4,26 %. Die Zahlen hängen von Berichtsjahr und verwendeter Klassifikation ab. Zu den Feuchtgebieten zählen Flüsse, Überschwemmungsgebiete, Sümpfe, Moore, Vleis und Stauseen. Lokale Begriffe sind ematete, emachaphoti, emachibi und tihlambo. Hawane Dam and Nature Reserve, Sand River Dam und Van Eck Dam sind Ramsar-Gebiete. Laut National Wetlands Policy umfassen sie insgesamt 1.183 Hektar. Feuchtgebiete liefern Wasser, dämpfen Hochwasser, begrenzen Erosion, erhalten fruchtbare Böden und Lebensräume und bieten Weideflächen sowie lokal genutzte Materialien. Eswatini gehört zum Maputaland Centre of Plant Diversity, zum Drakensberg Escarpment Endemic Bird Area und zum Barberton Centre of Plant Diversity. Die erfasste Artenvielfalt umfasst etwa 3.678 Pflanzentaxa, 813 Wirbeltierarten, 12 endemische Pflanzenarten, 89 Wirbeltierarten auf nationalen Roten Listen und 305 gelistete Pflanzenarten. In den betreffenden Landschaften leben bedrohte Tiere wie Spitzmaulnashörner, Breitmaulnashörner, Afrikanische Elefanten, Leoparden, Büffel und Afrikanische Wildhunde. Ein Nachweis an einem einzelnen Ort belegt jedoch nicht, dass die Art landesweit vorkommt. Die Eswatini National Trust Commission (ENTC) verwaltet gesetzliche Aufgaben im Natur- und Kulturerbe sowie mehrere Schutzgebiete. Das Ministry of Tourism and Environmental Affairs entwickelt die nationale Politik für Wildtiere, Forstwirtschaft, Schutzgebiete und Umweltmanagement. Die Eswatini Environment Authority ist nach dem Environment Management Act 2002 für Umweltprüfungen, Genehmigungen und Einhaltung zuständig. Je nach Kategorie und Auswirkungen kann ein Projekt vor Beginn eine Vorprüfung, eine Umweltprüfung, eine Umweltverträglichkeitsprüfung, einen Umweltmanagementplan und öffentliche Beteiligung erfordern. Auch Gemeinschaften, Häuptlingsgebiete, lokale Behörden und private Grundeigentümer beeinflussen Zugang und gewohnheitsrechtliche Ressourcennutzung. Gemeinschaftsbasiertes Naturressourcenmanagement, darunter das gemeinschaftliche Naturschutz- und Verwaltungsgebiet Shewula, verbindet Naturschutz mit lokaler Planung und Nutzenbeteiligung. An einschlägigen Orten sind Wandern, Vogelbeobachtung, Pirschfahrten, Camping, Angeln, Picknicken, Canopy-Touren, Ausritte und Mountainbiking möglich. Die Bedingungen legt jedoch jeder Ort selbst fest. Für Privatgrund ist die Erlaubnis des Eigentümers erforderlich. Aktivitäten wie Forschung, Filmen, Angeln, Probenahme, Drohneneinsatz, Feuer, Geländefahrten, Jagd und Zugang bei Nacht benötigen möglicherweise eine besondere Genehmigung. Wetter, Straßen- und Wanderwegebedingungen, Dürre, Überschwemmungen, Buschfeuer und Tierbewegungen können Zugang und Sicherheit verändern. Zu den Naturgefahren zählen Hitzewellen, Stürme, Hagel, Sturzfluten, Erosion, Erdrutsche, Wasserknappheit, Schlangen und Zecken. ENTC-Programme, geführte Aktivitäten, Umweltbildungsarbeit der Eswatini Environment Authority sowie Feuchtgebietsschulungen und Überwachungsinitiativen bieten Umweltbildung. Aktuelle Gebühren und Öffnungszeiten müssen beim zuständigen Ort oder Anbieter erfragt werden. Ein veröffentlichtes ENTC-Beispiel nennt Camping für E150 und Chalets für E750 bis E1.700, abhängig von der Belegung. Weitere Gebühren, Genehmigungen, Guides und Aktivitäten unterscheiden sich je nach Ort. Zu den großen Konflikten zählen Lebensraumumwandlung, Siedlungen, Landwirtschaft, Plantagen, invasive Arten, Überweidung, Buschfeuermanagement, Wasserentnahme, Trockenlegung von Feuchtgebieten, Wildtierschäden, Zäune, Infrastruktur sowie Streitigkeiten um Tourismusnutzen oder gewohnheitsmäßige Nutzung. Umweltprüfungen, Managementpläne, Zonierung, Gemeinschaftsvereinbarungen, Überwachung, Durchsetzung und Wiederherstellung werden eingesetzt, um diese Belastungen zu bewältigen. Grenzüberschreitende Schutzgebiete verbinden Naturschutzarbeit mit Mosambik und Südafrika, schaffen aber weder eine landesweit einheitliche Zugangsregel noch ein einheitliches Gebührensystem.
Natur in Eswatini
Die Natur Eswatinis umfasst Berglandschaften, Savannen, Wälder, Feuchtgebiete, Flüsse, Wildtiere und die natürlichen Prozesse, die diese prägen. Naturschutz, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wassernutzung, Freizeit und Siedlungen beanspruchen häufig dieselben Flächen und können zu Zielkonflikten führen. Zugang, Genehmigungen, Gebühren und Sicherheitsregeln unterscheiden sich je nach Schutzgebiet, privatem Grundeigentümer und Aktivität.
Tipp
Wählen Sie den Zugang nach Ihrem Zweck: Ein Besuch in einem Schutzgebiet, die Nutzung privaten oder gemeinschaftlichen Landes, Forschung, Freizeit und ein Entwicklungsprojekt folgen jeweils unterschiedlichen Bedingungen. Bestätigen Sie vor einer verbindlichen Planung die zuständige Stelle, aktuelle Genehmigungen und Gebühren, die Sicherheitslage und saisonale Einschränkungen. Behandeln Sie Umweltgenehmigung und lokale Beteiligung als Entscheidungspunkte für jedes Projekt, das Land, Wasser, Lebensräume oder Wildtiere verändern könnte.

