Die eritreische Küche verwendet Weizen, Gerste, Sorghum, Mais, Teff und Hülsenfrüchte sowie Erzeugnisse aus Viehzucht und Fisch aus dem Roten Meer. Regenfeldbau liefert einen großen Teil des Getreides und der Hülsenfrüchte. Gewerbliche Importe bleiben ebenfalls wichtig, insbesondere wenn örtliche Ernten oder der Transport die Nachfrage nicht decken. Klima und Wasserverhältnisse können sich deshalb auf Verfügbarkeit und Haushaltskosten auswirken. Verlässliche aktuelle landesweite Reihen zu Einzelhandelspreisen gibt es nicht. Statt sie auf einen nationalen Preis zu reduzieren, ist mit saisonalen Spitzen und regionalen Unterschieden zu rechnen. Erntezeiten und Regenzeiten beeinflussen auch, wann bestimmte Lebensmittel leichter erhältlich sind. Injera, auch Tayta genannt, ist ein fermentiertes Fladenbrot, das oft als gemeinsame Essunterlage dient und zum Aufnehmen von Speisen verwendet wird. Die Fermentation dauert häufig mehrere Tage. Kitcha ist ein ungesäuertes Brot. Tsebhi oder Zigni bezeichnet einen gewürzten Eintopf oder eine Soße; Shiro ist ein Gericht aus Kichererbsen oder anderen Hülsenfrüchten. Hilbet ist eine Paste aus Hülsenfrüchten. Ge'at ist ein Getreidebrei, der im Alltag und zu Anlässen wie Geburten, Hochzeiten und religiösen Festen gegessen wird. Weitere verbreitete Zubereitungen sind Alicha, Birsen sowie Fleisch- und Gemüsegerichte. Traditionell wird zum Kochen und Backen auch Mogogo und Tsahli verwendet, im örtlichen Sprachgebrauch auch Xahli genannt. Ein gemeinsames Essen kann auf Tigrinya Meadi oder Ma'adi und auf Tigre Metaagal heißen. Speisen werden häufig auf einem gemeinsamen Teller an einem niedrigen Tisch serviert. In manchen Situationen sprechen Ältere einen Segen. Das Teilen von Essen drückt Gastfreundschaft aus, doch die Gepflogenheiten unterscheiden sich nach Region und ethnischer Gemeinschaft. Daher bildet kein einzelner Speiseplan alle Haushalte ab. Asmara und Maekel bieten als städtische Gebiete eine größere Restaurantvielfalt und einen sichtbaren italienischen Einfluss, einschließlich Pasta und Pizza. Auch in anderen Städten werden lokale Gerichte serviert. An der Küste des Roten Meeres und im Dahlak-Gebiet ist Fisch leichter verfügbar. Aktuelle Restaurantpreise und Öffnungszeiten sind landesweit nicht zuverlässig belegt. Zu den Getränken und besonderen Speisen zählen Suwa, ein fermentiertes Getreidebier, Mies, ein Honiggetränk, und Araki, ein nach Anis schmeckender Schnaps. Die Ernährung bezieht Nährstoffe häufig aus Hülsenfrüchten, Getreide, Milch- und tierischen Erzeugnissen sowie Fisch, sofern dieser zugänglich ist. Vorliegende Ernährungszahlen sind mit Vorsicht zu bewerten: Die berichtete Wachstumsverzögerungsrate bei Kindern unter fünf Jahren lag 2022 bei 50 %, die Auszehrungsrate 2010 bei 15 % und der Anteil übergewichtiger Kinder 2022 bei 3 %. Diese Datenjahre ergeben kein vollständiges aktuelles Bild der nationalen Ernährung. Eine durchgehend aktuelle landesweite Zeitreihe zur Ernährungsvielfalt liegt nicht vor. Der Zugang zu Lebensmitteln in Eritrea hängt hauptsächlich von Haushaltseinkommen, örtlicher Erzeugung, Jahreszeit, Transport, städtischer Versorgung sowie formeller oder informeller Gastfreundschaft ab. Ein örtliches Gegenstück zu einer formellen Lebensmittelhilfe oder eine landesweite Anspruchsregelung ist nicht verlässlich dokumentiert. Zuständigkeiten für Lebensmittelsicherheit liegen beim Ministry of Agriculture, Ministry of Marine Resources, Ministry of Health, Ministry of Land, Water and Environment sowie bei den Regionalverwaltungen. Nationale Lebensmittelstandards sind seit 2004 dokumentiert. 2024 wurde von einem unter Leitung des Ministry of Agriculture laufenden Verfahren zur Lebensmittelkontrolle und Koordinierung des Codex berichtet, an dem Gesundheits- und Meeresbehörden, das Hamelmalo Agricultural College und Lebensmittelverarbeiter beteiligt sind. Die öffentlichen Angaben geben jedoch kein vollständiges Bild der aktuellen Inspektionskapazität, Durchsetzung oder landesweiten Kennzeichnungspraxis. Auch die Regeln zur Bewertung und Kennzeichnung gentechnisch veränderter Lebensmittel wurden als unvollständig oder noch in Entwicklung beschrieben. Ihr aktueller Stand sollte geprüft werden, bevor man sich darauf verlässt. Zu einer nachhaltigen Lebensmittelplanung in Eritrea gehören klimaresiliente und vielfältige Landwirtschaft, ernährungssensible Landwirtschaft und Fischerei sowie ein ökosystembasierter Umgang mit den Ressourcen des Roten Meeres. Örtliche Getreide- und Hülsenfrüchte, Viehhaltung und traditionelle Kochgefäße bleiben für die Widerstandsfähigkeit bedeutsam. Fischereidaten, Regulierung und Ökosystemmanagement gehören zum RedSeaFish-Schwerpunkt. Ein Verbot von Plastiktüten ist in FAOLEX verzeichnet; seine praktische Durchsetzung wurde jedoch nicht bewertet. Für die Versorgung spielen daher Landwirtschafts- und Meeresbehörden sowie Regionalverwaltungen eine Rolle. Entscheidungen im Haushalt hängen weiterhin eng mit Jahreszeit, Einkommen und örtlichem Angebot zusammen.
Essen in Eritrea
Die Küche Eritreas umfasst fermentierte Brote, Getreide- und Hülsenfruchtgerichte, Fleisch, Milchprodukte und Fisch. Injera, im örtlichen Sprachgebrauch auch Tayta genannt, dient zu Eintöpfen wie Tsebhi, Shiro und Alicha häufig zugleich als Unterlage und Besteck. Angebot und Preise hängen von Niederschlag, Ernten, Transport, Region und Importen ab.
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