Strafrecht in Nordkorea

Das Strafrecht in Nordkorea regelt strafbares Verhalten, Ermittlungen, Anklagen, Gerichtsverfahren, Sanktionen und die formellen Rechte beschuldigter und geschädigter Personen. Zum System gehören Gerichte und Staatsanwaltschaften, aber auch Sicherheitsorgane sowie parteigelenkte oder quasi-gerichtliche Wege. Daher können geschriebene Regeln und die tatsächliche Behandlung stark auseinandergehen. Besonders hoch sind die Risiken in politischen Fällen sowie bei Informationen, Grenzübertritten und Haft. Verlässliche landesweite Statistiken zu Fällen und Verfahrensausgängen liegen nicht vor.

Tipp

Behandeln Sie strafrechtliche Risiken in Nordkorea als hoch, wenn es um Staats- oder Sicherheitsinteressen, Kontakte oder Medien aus dem Ausland, Grenzübertritte, Religion, Haft oder politisch sensibles Verhalten geht. Planen Sie nicht mit gewöhnlichen Schutzgarantien vor Gericht, berechenbaren Fristen, offiziellen Gebührenverzeichnissen oder wirksamer Entschädigung, solange dies im Einzelfall nicht bestätigt ist. Bewahren Sie Angaben zu Identität, Daten, Entscheidungen, Haftorten und Kommunikation nur dann auf, wenn dies sicher ist, und holen Sie frühzeitig qualifizierte rechtliche Unterstützung ein.