Freundschaft in Nordkorea

Freundschaft in Nordkorea ist eine frei gewählte, wiederkehrende und nicht romantische persönliche Bindung. Sie entsteht gewöhnlich durch wiederholte Begegnungen in der Schule, bei der Arbeit, im Militärdienst oder am Wohnort, denn offene unabhängige Clubs und zivilgesellschaftliche Netzwerke gibt es nicht wie in vielen anderen Ländern. Freunde können Gesellschaft, Informationen und praktische Hilfe bieten; Überwachung, kontrollierte Kommunikation und Reisebeschränkungen können den Kontakt jedoch erschweren oder riskant machen.

Tipp

Behandle Freundschaften in Nordkorea als persönliche Beziehungen, die von zugewiesenen Lebensbereichen, geringer Privatsphäre und eingeschränkter Bewegungsfreiheit geprägt sind. Baue über erlaubte alltägliche Begegnungen schrittweise Vertrauen auf und gehe nicht davon aus, dass private Gespräche oder die Bezeichnung „Freundschaft“ vor Überwachung geschützt sind. Wenn Kontakte ausländische Informationen, nicht genehmigte Vereinigungen oder unklare Reise- und Kommunikationsgenehmigungen betreffen, kann es sicherer sein, den Austausch einzuschränken oder zu beenden.