Das Straßennetz der Zentralafrikanischen Republik umfasst je nach Erhebung ungefähr 24.000 bis 25.600 Kilometer; nur etwa drei Prozent beziehungsweise rund 893 Kilometer davon sind befestigt. Viele Strecken bestehen aus unbefestigten oder geschotterten Straßen. Brücken, Überschwemmungen und beschädigte Fahrbahnen erschweren Reisen, insbesondere während der Regenzeit von ungefähr Mai bis November. Insgesamt können saisonale Niederschläge den Straßenzugang mindestens acht Monate im Jahr beeinträchtigen. Außerhalb Banguis ist für manche Strecken ein Geländewagen erforderlich; einzelne Abschnitte können zeitweise unpassierbar sein. Die Bauarbeiten an der Verbindung Gouga–Mbaïki–Bangui begannen 2025, die zugehörige Korridorplanung reicht bis 2028. Für viele Verbindungen gibt es keine verlässlich gleichbleibenden Fahrzeiten. In Bangui nutzen Fahrgäste grüne Busse, gelbe Taxis, Motorradtaxis und Kleinbusse. Private und informelle Anbieter prägen den Stadtverkehr stärker als ein modernes integriertes Bussystem. Überfüllung, mangelhafte Wartung, Taschendiebstahl und Unfallgefahr gehören zu den praktischen Problemen. Zu Fuß zu gehen bleibt daher innerhalb und außerhalb städtischer Gebiete eine wichtige Alternative. Eine landesweite Fahrradinfrastruktur ist nicht dokumentiert; Kampagnen zu Fußgängersicherheit und Beschilderung fanden jedoch in Bangui, Bimbo und Begoua statt. Die Zentralafrikanische Republik hat keinen regelmäßigen nationalen Personen- oder Güterbahnverkehr. Erwähnte Bahnprojekte betreffen regionale Korridore außerhalb des Landes oder eine langfristige Integration. Auf Ubangi und Kongo übernehmen Pirogen und lokale Fährdienste (bac) einzelne Überfahrten und grenzüberschreitende Verbindungen. Die Verbindung Bangui–Zongo ist langsam, unregelmäßig, vom Wasserstand abhängig und mit erhöhtem Risiko verbunden. Hafen-, Brücken- und Wasserverkehrsprojekte sind geplant oder werden umgesetzt, bieten aber noch kein verlässliches landesweites System. Der internationale Flughafen Bangui-M’Poko ist das zentrale Luftverkehrsdrehkreuz. Die nationale Zivilluftfahrtbehörde (ANAC) ist für die Zivilluftfahrt zuständig. Ein verlässliches landesweites Inlandsflugnetz ist nicht dokumentiert; Flugpläne und Preise ändern sich und sollten jeweils aktuell geprüft werden. Fernverbindungen auf dem Landweg umfassen Strecken über Douala nach Bangui oder über Pointe-Noire, Brazzaville, Bangui und N’Djamena. Wasserwege über Brazzaville und den Ubangi sowie internationale Flüge ergänzen diese Verbindungen. Als Binnenstaat erreicht die Zentralafrikanische Republik das Meer nur über Verkehrswege durch Nachbarstaaten. Im Straßenverkehr gilt Rechtsverkehr. Die geltenden Verkehrsregeln behandeln unter anderem Geschwindigkeit, Überladung, Fahren unter Drogeneinfluss und die Beachtung von Beschilderung. Für ausländische Fahrer nennen offizielle Reisehinweise einen gültigen nationalen Führerschein und einen internationalen Führerschein nach dem Übereinkommen von 1968; ein Ausweis oder Reisepass sollte mitgeführt werden. Nach einem Unfall sollte man Polizei oder Gendarmerie abwarten, sofern keine unmittelbare Gefahr die Weiterfahrt erfordert. Nachtfahrten und ungesicherte Kontrollpunkte erhöhen das Risiko. Auf abgelegenen Strecken können bewaffnete Kontrollpunkte und Sicherheitsbeschränkungen den Zugang zusätzlich begrenzen. Aktuelle landesweite Fahrpreise wurden nicht verlässlich bestätigt. Historische Tarife wurden durch interministerielle Erlasse festgelegt, während schwankende Kraftstoffpreise variable Kosten im Stadt- und Überlandverkehr verursachen. Fähr- und Bootspreise sind landesweit nicht verlässlich dokumentiert; verlässliche Belege für Mautgebühren gibt es nicht. Die Verkehrsinfrastruktur leidet zudem unter Überschwemmungen, Erosion, unzureichender Entwässerung und dem Abtrag von Fahrbahnbelag. Projekte zur klimaangepassten Straßenplanung sollen diese Schäden mindern, obwohl einige regionale Korridorprojekte als umweltrisikoreich eingestuft wurden.
Verkehr in der Zentralafrikanischen Republik
Der Straßenverkehr ist die wichtigste Verbindung zwischen Städten und Regionen der Zentralafrikanischen Republik. In Bangui verkehren grüne Busse, gelbe Taxis, Motorradtaxis und Kleinbusse; außerhalb der Hauptstadt bestimmen unbefestigte und geschotterte Straßen den Zugang. Ein regelmäßiger nationaler Personen- oder Güterbahnverkehr ist nicht dokumentiert. Flüsse und der Flughafen Bangui-M’Poko ergänzen den Straßenverkehr durch einzelne lokale, grenzüberschreitende und internationale Verbindungen.
Tipp
Plane Reisen in der Zentralafrikanischen Republik nach Strecke, Jahreszeit, Sicherheitslage und verfügbarer Zeit. In Bangui stehen mehrere Verkehrsmittel zur Verfügung; außerhalb der Hauptstadt ist die Befahrbarkeit der Straße häufig wichtiger als der nominelle Fahrpreis. Bestätige bei Fernverbindungen Abfahrten, Preise und Zugangsmöglichkeiten unmittelbar vor der Reise.

