Hunde werden häufig als Wach- und Begleittiere gehalten, doch die verfügbaren Belege sind örtlich begrenzt und nicht landesweit. Eine vorläufige Studie aus Bouar vom Januar 2026 fand nahezu in jeder Familie einen Hund, etwa einen Hund je fünf Einwohnerinnen und Einwohner sowie ungefähr 15.000 Hunde bei 82.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Viele Hunde streunen umher, weil Haushalten ein sicherer Zaun fehlt. Verantwortungsvolle Haltung umfasst daher zuverlässige Kontrolle, sauberes Trinkwasser, geeignetes Futter, Schatten, Schutz vor Parasiten und Hitze sowie tierärztliche Kontrollen. Die Fütterung hängt oft davon ab, was vor Ort erhältlich ist; private Preise für Futter, Medikamente, Untersuchungen und Sterilisation werden nicht verlässlich veröffentlicht. Das nationale System für Haustierhaltung ist weiterhin zersplittert. Das Ministerium für Viehzucht und Tiergesundheit (Ministère de l'Élevage et de la Santé Animale (MESA)) ist für Veterinärdienste, Tiergesundheitsüberwachung und Impfkampagnen zuständig. Dokumentiert sind seine Tierklinik in Bangui und die private Klinik Nouvelle Vision Vet in Bangui. Der Nationale Tierärzteverband in der Zentralafrikanischen Republik (Ordre National des Vétérinaires en Centrafrique) ist der Berufsverband der Tierärztinnen und Tierärzte. Das Zentrale Veterinärlabor (Laboratoire Central Vétérinaire) und das Institut Pasteur de Bangui bieten diagnostische oder Referenzunterstützung bei Krankheitsverdacht. Außerhalb größerer Städte kann der Zugang aufgrund von Infrastruktur, Sicherheitslage und begrenzter Impfstoffverfügbarkeit schwierig sein. Tierpensionen, Fellpflege, Versicherungen sowie ein vollständiges nationales Verzeichnis von Kliniken oder Notdiensten sind nicht verlässlich dokumentiert. Tollwut ist ein vorrangiges Risiko. Für 2025 wurden 2.156 Hundebisse und fünf Todesfälle bei Menschen gemeldet. Ein Lagebericht der WHO und des öffentlichen Gesundheitswesens verzeichnete zum 31. Mai 2025 vier betroffene Gesundheitsbezirke; in den Wochen 1 bis 39 des Jahres 2025 wurden in 32 Bezirken 1.935 neue Hundebisse gemeldet. In den vorläufigen Daten aus Bouar waren nur etwa 13 Prozent der Hunde geimpft. Von der FAO und MESA unterstützte Kampagnen impften 2025 und 2026 bei mehreren Aktionen mehr als 44.000 Tiere; nach einer Meldung über einen Verdachtsfall wurden 800 Tiere geimpft. Solche Kampagnen können kostenlos sein, sind aber örtlich begrenzt und zeitlich befristet; sie belegen keine dauerhafte landesweite Verfügbarkeit. Ein Vorrat von 70.000 Dosen drohte Ende Januar 2026 abzulaufen. Nach einem Biss oder Kratzer die Wunde sofort mit Seife und sauberem Wasser waschen und unverzüglich medizinische Hilfe beim Gesundheitsministerium suchen. Unbekannte Tiere weder berühren noch füttern. Ein Haustier eng beaufsichtigen und jeden Kontakt mit Tieren vor Ort verhindern. Öffentlich verfügbare landesweite Regeln zur Beobachtung oder tierärztlichen Nachsorge nach einem Vorfall sind begrenzt; deshalb müssen die medizinischen und tierärztlichen Anweisungen für den konkreten Fall eingeholt werden. Eine Tollwutimpfung nach möglichem Kontakt ist möglicherweise nur in größeren städtischen oder stadtnahen Einrichtungen verfügbar. Gesetz Nr. 65-61 von 1965 regelt Viehhaltung, Tiergesundheit, Einfuhr und Vertrieb von Tierarzneimitteln sowie die hygienische Qualitätskontrolle. Die CEMAC-Verordnung Nr. 09/17-UEAC-CEBEVIRHA-CM-31/2017 bildet einen regionalen Rahmen für Tiergesundheit und hygienische Sicherheit. Es gibt keine verlässlichen Belege für einen speziellen landesweiten Tierschutzkodex für Haustiere, ein verpflichtendes Haustierregister, eine allgemeine Zulassungs- oder Sterilisationspflicht, einheitliche Tierheimregeln, kommunale Haustierverordnungen oder veröffentlichte landesweite Bußgeldsätze. Wildtiere dürfen nicht wie gewöhnliche Haustiere behandelt werden: Fang, Haltung oder Ausfuhr können eine Genehmigung des Ministeriums für Wasser, Wälder, Jagd und Fischerei (Ministère des Eaux, Forêts, Chasse et Pêche) sowie die Einhaltung der CITES-Regeln erfordern. Tiere dürfen international nur über den Flughafen Bangui M'Poko in die Zentralafrikanische Republik einreisen. Für Hunde, Katzen und Frettchen verlangen die verfügbaren Einreisehinweise eine Tollwutimpfung, die mindestens 14 Tage vor der Einreise erfolgt ist und höchstens sechs Monate zurückliegt, sowie ein französischsprachiges tierärztliches Gesundheitszeugnis, das bestätigt, dass das Tier frei von Krankheiten ist. Hunde, Katzen und Frettchen müssen den Hinweisen zufolge außerdem aus einem tollwutfreien Bezirk kommen. Ein Mikrochip wird nicht als verpflichtend genannt, eine zuverlässige Kennzeichnung wird jedoch empfohlen. Anforderungen von Botschaft, Zoll und Fluggesellschaft sollten vor der Reise bestätigt werden, denn die verfügbaren Hinweise sind nicht rechtsverbindlich und Transit- oder Zielländer können eigene Regeln festlegen. Ein landesweites System zur Abgabe, Unterbringung oder Vermittlung von Tieren ist nicht verlässlich dokumentiert. Kann eine Halterin oder ein Halter ein Tier nicht länger behalten, sind eine sorgfältig geprüfte private Übergabe, eine Vermittlung über MESA oder eine Tierärztin beziehungsweise einen Tierarzt oder ein vertrauenswürdiges lokales Netzwerk praktikable Alternativen. Man sollte nicht davon ausgehen, dass es in einer bestimmten Stadt ein Tierheim gibt, ohne dies aktuell bestätigt zu haben.
Haustiere in der Zentralafrikanischen Republik
Die Haltung von Haustieren in der Zentralafrikanischen Republik hängt stark vom örtlichen Zugang zu Futter, tierärztlicher Versorgung, sicherer Unterbringung und Tollwutprävention ab. Hunde sind die am besten dokumentierten Heimtiere; ein landesweites System für Registrierung, Tierheime, Adoption und Vermittlung ist jedoch nicht verlässlich etabliert. Tierärztliche Anforderungen und Einreisebestimmungen unterscheiden sich von der gewöhnlichen Haustierhaltung und sollten vorab bei den zuständigen Behörden bestätigt werden.
Tipp
Tollwutprävention, sichere Kontrolle des Tieres und verlässlicher Zugang zu tierärztlicher Hilfe sind die Mindestvoraussetzungen für die Haltung eines Haustiers in der Zentralafrikanischen Republik. Kläre vor Anschaffung oder Reise mit einem Tier, wo Versorgung und Impfungen tatsächlich verfügbar sind, denn Kampagnen und städtische Angebote sind nicht landesweit garantiert. Halte Wildtiere nicht als gewöhnliche Haustiere und verlasse dich bei einer notwendigen Abgabe nicht auf ein ungeprüftes Tierheim.

