Das National Statistics Bureau (NSB) stellte in der Household Income and Expenditure Survey 2025, kurz HCES, fest, dass 5.883 von 6.200 Haushalten durchschnittliche monatliche Ausgaben von 54.387 Ngultrum hatten. Der Durchschnitt lag bei 17.434 Ngultrum pro Person. In städtischen Haushalten betrug der Durchschnitt 67.616 Ngultrum beziehungsweise 22.168 Ngultrum pro Person; in ländlichen Haushalten 46.331 Ngultrum beziehungsweise 14.550 Ngultrum pro Person. Die durchschnittliche Haushaltsgröße lag bei 3,7 Personen. Im niedrigsten Ausgabenquintil waren es 4,8 Personen, im höchsten 2,6. Diese Zahlen beschreiben durchschnittliche Ausgaben, kein Mindestbudget oder einen für jeden Haushalt allgemein ausreichenden Betrag. Die regionale Spannweite ist groß. Laut HCES 2025 lagen die durchschnittlichen monatlichen Haushaltsausgaben in Thimphu bei 73.632 Ngultrum, verglichen mit 26.934 Ngultrum in Trashi Yangtse. Die vom NSB gemessene Verbraucherpreisinflation betrug im März 2026 landesweit im Jahresvergleich 6,07 Prozent und in der Hauptstadt 6,63 Prozent. Die Lebensmittelpreise stiegen 2025 um 9,39 Prozent. Regional lag die Inflation bei 7,89 Prozent in der Zentralregion, 7,22 Prozent im Westen und 4,14 Prozent im Osten. Ein Budget sollte deshalb regelmäßig an die Preisentwicklung angepasst werden. Lebensmittel kosteten laut HCES 2025 durchschnittlich 21.991 Ngultrum je Haushalt und Monat beziehungsweise 7.069 Ngultrum pro Person. In städtischen Gebieten waren es 23.728 Ngultrum je Haushalt und 9.126 Ngultrum pro Person; in ländlichen Gebieten 17.194 Ngultrum je Haushalt und 5.816 Ngultrum pro Person. Getreide machte 21,4 Prozent der Lebensmittelausgaben aus, Milchprodukte und Speiseöl 19,5 Prozent, Gemüse 15,49 Prozent sowie Fleisch und Fisch 12,92 Prozent. Ländliche Haushalte geben relativ mehr für Grundnahrungsmittel aus, während städtische Haushalte tendenziell mehr für Fleisch und Fisch aufwenden. Landesweit kosteten Wohnen, Wasser, Strom, Gas und Brennstoffe ungefähr 7.692 Ngultrum monatlich; in städtischen Gebieten 9.283 Ngultrum und in ländlichen 6.724 Ngultrum. Rund 82,6 Prozent dieser Kategorie entfielen auf Miete. Landesweit besitzen 53,2 Prozent der Haushalte ihre Unterkunft. Der Anteil beträgt 75,8 Prozent in ländlichen Gebieten, aber nur 16 Prozent in Städten. Etwa 60 Prozent leben in freistehenden Häusern, 34 Prozent in Wohnungen und 5 Prozent in gemeinschaftlichen Unterkünften. Laut BLSS 2022 lag die mittlere Hausmiete bei 8.842 Ngultrum in Thimphu, 5.534 Ngultrum in Trashi Yangtse und 5.429 Ngultrum in Paro. Für die Stadtverwaltung Thimphu (Thromde) wurden rund 9.100 Ngultrum angegeben. Bhutan hat keine landesweit einheitliche Miete. Private Vermieter und die zuständige Stadtverwaltung oder Distriktverwaltung (Dzongkhag) prägen den lokalen Wohnungsmarkt. Der Zugang zu Strom liegt bei 99,6 Prozent. Nach dem zuletzt veröffentlichten Tarif der Bhutan Power Corporation (BPC) kostet der Verbrauch in ländlichen Niederspannungsgebieten von 0 bis 100 kWh 0 Ngultrum; oberhalb dieser Schwelle fallen 2,66 Ngultrum je kWh an. Für Bewohner des Hochlands kostet der anfängliche Verbrauchsbereich von 0 bis 200 kWh 0 Ngultrum. In anderen Niederspannungsgebieten kostet der Bereich von 0 bis 100 kWh 1,28 Ngultrum je kWh; darüber fallen 2,66 Ngultrum je kWh an. Der aktuelle Tarif sollte vor der Budgetplanung erneut geprüft werden, da eine spätere Änderung möglich ist. Für Wasser, Abfallentsorgung oder Flüssiggas ist kein einheitlicher landesweiter Tarif dokumentiert; Kosten hängen von Markt, Standort und zuständiger Thromde oder Dzongkhag ab. Die Bhutan Construction and Transport Authority (BCTA) beaufsichtigt den nationalen Verkehrssektor, einschließlich Busse und Taxis. Fahrpreise hängen von Region, Strecke und Fahrzeug ab. Im März 2025 veröffentlichte die BCTA eine Fahrpreisprüfung. Für Stadtbusse in Thimphu beträgt die veröffentlichte Smartcard-Grundgebühr 5 Ngultrum zuzüglich 1 Ngultrum für jede weitere Haltestelle. Bei Barzahlung liegt der Fahrpreis bei etwa 10 Ngultrum zuzüglich eines zonenabhängigen Aufschlags. Vergünstigungskarten gibt es für Studierende, Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen. Ein eigenes Fahrzeug verursacht außerdem Kraftstoff-, Wartungs-, Zulassungs- und Parkkosten. Ein einheitlicher landesweiter Pendlerzuschuss ist nicht dokumentiert. Grundlegende öffentliche Gesundheitsversorgung ist für bhutanische Staatsangehörige nach der Verfassung kostenlos. Der Zugang erfolgt normalerweise über eine Basic Health Unit (BHU), ein Distrikt- oder Regionalhospital und bei Bedarf ein nationales Überweisungskrankenhaus. Für Nichtbhutaner gilt eine gebührenpflichtige Grundlage. Selbstüberweisungen an Überweisungskrankenhäuser, weitere Diagnostik, Privatzimmer, fortgeschrittene Zahnbehandlung, ärztliche Bescheinigungen und Arzneimittel außerhalb der Grundversorgungsliste können zusätzliche Kosten verursachen. Nach den Health Sector Rules and Regulations 2025 müssen Preise genehmigt und öffentlich ausgehängt werden. Leistungserbringer müssen eine Rechnung ausstellen. Gesundheitskosten bleiben daher ein erhebliches Budgetrisiko, auch wenn die durchschnittlichen offiziellen Haushaltsausgaben niedrig erscheinen. Öffentliche Grundbildung bis Klasse 10 ist kostenlos. Seit 2020 erstreckt sich die staatliche Unterstützung bis Klasse 12. Zuständig ist das Ministry of Education and Skills Development (MoESD). Familien müssen je nach Situation dennoch Uniformen, Lernmaterialien, Mahlzeiten, Transport, Internatskosten, Privatschulen oder Gebühren der Hochschul- und Berufsbildung finanzieren. Die frühkindliche Betreuung und Entwicklung (Early Childhood Care and Development, ECCD) für Kinder von drei bis fünf Jahren wird ausgebaut. Je nach Ort gibt es eine Einrichtung oder eine häusliche Alternative. Gebühren für Kinderbetreuung und ECCD unterscheiden sich im Einzelfall. Zuschüsse für den Schulbesuch richten sich nach den geltenden Regeln der Finanz- und Bildungsministerien. Die Haushaltsgröße beeinflusst die Familienkosten stark. Besondere Familienanlässe werden in der HCES erfasst, doch ein allgemeiner Pauschalbetrag ist nicht dokumentiert. Kinderbetreuung, Versorgung älterer Menschen und Unterstützung für Menschen mit Behinderungen werden von Familien, Gemeinschaften, öffentlichen Diensten oder einzelnen Anbietern organisiert und verursachen daher sehr unterschiedliche Kosten. Mutterschaftsurlaub ist gesetzlich vorgesehen. Die finanzielle Entlastung hängt jedoch vom Arbeitgeber und Status ab. Für Kommunikation kosten veröffentlichte Prepaid-Datentarife von Bhutan Telecom 19 oder 29 Ngultrum pro Tag und 39 oder 49 Ngultrum pro Woche. Postpaid-Mobilfunk kostet je nach Tarif zwischen 199 und 3.999 Ngultrum monatlich, Prepaid-Breitband zwischen 399 und 2.499 Ngultrum und Postpaid-Breitband zwischen 499 und 2.999 Ngultrum. Postpaid-Rechnungen enthalten 5 Prozent Goods and Services Tax (GST). Bhutan Telecom und TashiCell bieten Zugang. Netzabdeckung, Tarifverfügbarkeit, Installation, Geräte- und Anschlusskosten sollten am konkreten Wohnort geprüft werden. Freizeit ist in der HCES und im Verbraucherpreisindex (CPI) eine eigene Ausgabengruppe. Ein gültiger landesweiter Standardbetrag ist jedoch nicht dokumentiert. Eintritt, Reise, Verpflegung und Ausrüstung bestimmen die Kosten je nach Aktivität. Die Sustainable Development Fee (SDF) gilt für Besucher und gehört nicht automatisch zu den Wohn- und Alltagskosten von Personen, die gewöhnlich in Bhutan leben. Für Besucher beträgt die Gebühr 100 US-Dollar pro Nacht für Erwachsene und 50 US-Dollar für Kinder von 6 bis 11 Jahren. Kinder unter 6 Jahren zahlen keine SDF. Für indische Staatsangehörige beträgt die Gebühr 1.200 Ngultrum pro Nacht für Erwachsene und 600 Ngultrum für Kinder von 6 bis 11 Jahren. Für die Haushaltsplanung sind getrennte Szenarien für Stadt und Land, unterschiedliche Haushaltsgrößen, Miete oder Eigentum, schulpflichtige Kinder, medizinischen Bedarf, ein privates Fahrzeug und importierte Lebensmittel sinnvoll. Eine Liquiditätsreserve sollte Reparaturen, Reisen, medizinische Ausgaben und private Bildung abdecken. Miete und andere laufende Wohnkosten fallen meist monatlich an, Lebensmittel laufend, Telekommunikation monatlich, Schulkosten semester- oder jährlich und Gesundheitskosten je nach Ereignis. Banken, Schulden und Steuern sind nicht Teil des Kernthemas Lebenshaltungskosten. Steuern wie GST können dennoch Bestandteil der Preise sein. Für aktuelle Beträge sind NSB, BPC, MoH, MoESD, BCTA, Thromde, Dzongkhag und die jeweiligen Anbieter maßgeblich.
Lebenshaltungskosten in Bhutan
Laut HCES 2025 betragen die durchschnittlichen monatlichen Haushaltsausgaben in Bhutan 54.387 Ngultrum, gegenüber 67.616 in städtischen Gebieten und 46.331 in ländlichen Gebieten. Lebensmittel, Wohnen und Mobilität prägen das Budget; Haushaltsgröße, Wohnort, Miete, Schulbildung und Gesundheitsbedarf verändern die tatsächlichen Ausgaben. Ein verlässliches Monatsbudget erfordert daher ein passendes Stadt- oder Landszenario und regelmäßige Anpassungen an Preisänderungen.
Tipp
Plane dein Budget für den konkreten Wohnort und Haushalt, statt den nationalen Durchschnitt als Zielwert zu behandeln. Die wichtigsten Faktoren sind Miete oder Eigentum, Haushaltsgröße, Lebensmittel, Bildung, Gesundheitsbedarf und Mobilität. Halte außerdem eine Reserve für unregelmäßige Ausgaben vor und passe laufende Beträge regelmäßig an die Preisentwicklung an.

