Die gesetzliche Grundlage ist der Emergency Management Act 2006, Cap 160A. Das Department of Emergency Management (DEM) ist seit dem 1. April 2007 die zentrale Stelle für Prävention, Risikominderung, Vorsorge, Warnungen, Reaktion, Hilfe und Wiederaufbau. Zum National Emergency Management System (NEMS) gehören der Emergency Management Advisory Council, das National Emergency Operations Centre (NEOC), 15 ständige Notfallausschüsse und 30 District Emergency Organisations (DEOs). Weitere Beteiligte sind Barbados Meteorological Services (BMS), der Barbados Police Service, Barbados Fire Service, Emergency Ambulance Service, Barbados Defence Force, Versorgungsunternehmen, CDEMA, Hilfsorganisationen und das Rote Kreuz. Historisch stellen Stürme und Überschwemmungen die größten praktischen Gefahren dar. Tiefliegende Küstengebiete und dicht bebaute Gebiete können von Starkregen, unzureichender Entwässerung, Sturmfluten, Küstenerosion und Erdrutschen betroffen sein. Dürren und Wasserknappheit treten wiederholt auf. Erdbeben und Tsunamis sind seltener, können aber weitreichende Folgen haben. Auch regionaler Vulkanaschefall, Brände, Gefahrstoff- und Ölunfälle sowie Industrie- oder Verkehrsunfälle gehören zum Katastrophenschutz, wenn sie viele Menschen oder kritische Infrastruktur gefährden. Mehrere Ereignisse können aufeinanderfolgen oder gleichzeitig auftreten. Zur Vorbereitung gehören ein Familienplan, Kenntnisse der örtlichen Gefahrengebiete, sichere Routen, ein Treffpunkt und eine alternative Unterkunft. Haushalte sollten Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, Medikamente, Haustiere und Kommunikationsmöglichkeiten einplanen. Dächer und Fenster sowie lose Gegenstände im Freien sollten gesichert, Abflüsse freigehalten und Ausweispapiere und Eigentumsnachweise geschützt werden. Eine Notfalltasche, der sogenannte Go Bag, sollte Wasser, haltbare oder verzehrfertige Lebensmittel, Erste-Hilfe-Material, Medikamente, eine Taschenlampe, Batterien, ein Radio, Hygieneartikel, Ausweise, Dokumente, Bargeld, Ladegerät oder Powerbank und Spezialnahrung enthalten. Die DEM-Checkliste sieht Wasser und Lebensmittel für mindestens drei bis fünf Tage vor; das Shelter Booklet nennt Vorräte für bis zu zwei Wochen. Generatoren dürfen nur im Freien und bei ausreichender Belüftung betrieben werden. Die atlantische Hurrikansaison dauert vom 1. Juni bis zum 30. November; tropische Systeme können sich aber auch außerhalb dieses Zeitraums bilden. Eine Hurrikan-Vorwarnung bedeutet, dass gefährliche Bedingungen innerhalb von 48 Stunden möglich sind. Eine Hurrikan-Warnung bedeutet, dass solche Bedingungen innerhalb von 36 Stunden erwartet werden; der genaue Vorlauf hängt vom Ereignis ab. DEM veröffentlicht offizielle Meldungen und Anweisungen. BMS informiert über Regen, Wind, Meeresbedingungen, Gewitter und tropisches Wetter. Auch der Government Information Service (BGIS), Radio, Fernsehen, offizielle soziale Kanäle und verfügbare CAP- oder BMS-Apps können genutzt werden. Prüfen Sie Gerüchte anhand dieser Quellen. Der persönliche Eindruck, die Gefahr sei vorüber, ersetzt keine offizielle Entwarnung (ALL CLEAR). In lebensbedrohlichen Situationen gelten die Notrufnummern 211 für die Polizei, 311 für die Feuerwehr und 511 für den Rettungsdienst. DEM ist für Gefahrenmeldungen und Koordination unter 438-7575 erreichbar. Bei starkem Wind bietet ein stabiler Innenraum fern von Fenstern besseren Schutz als ein Aufenthalt nahe der Küste. Meiden Sie Hochwasser, heruntergefallene Leitungen, beschädigte Gebäude und gesperrte Straßen. Fahren oder gehen Sie nicht durch fließendes Wasser. Nach einem Erdbeben werden die Schritte „Ducken, Schutz suchen und Festhalten“ empfohlen; prüfen Sie danach auf Verletzungen, Feuer, Gas-, Wasser-, Abwasser- und Stromgefahren. Tsunamis erfordern sofortiges Handeln, wenn ein starkes oder lang anhaltendes Erdbeben zu spüren ist, ungewöhnliche Geräusche vom Meer kommen oder sich das Meer ungewöhnlich zurückzieht oder hebt. Menschen in gefährdeten Gebieten sollten zu Fuß die Küste und Tieflagen verlassen und zu einem Treffpunkt, höher gelegenem Gelände oder ins Landesinnere gehen. Ist das nicht möglich, bietet ein verstärktes Gebäude auf einer oberen Etage, vorzugsweise ab dem dritten Stock, eine Alternative. Mehrere Wellen und starke Strömungen können über viele Stunden auftreten. Verlassen Sie das sichere Gebiet erst nach der offiziellen Entwarnung; für Tsunamiwarnungen ist BMS zuständig. DEM-Notunterkünfte der Kategorie 1 können bei Hurrikanen und anderen Gefahren geöffnet werden. Eine Unterkunft der Kategorie 2 bleibt nach dem Ereignis nur geöffnet, wenn die Bedingungen dort geeignet sind. Notunterkünfte öffnen nur nach einer DEM-Ankündigung. Die aktuelle Liste mit Standorten, Status, Barrierefreiheit und Trinkwasserangaben ist über DEM oder den Regierungsdienst verfügbar; die Online-Suche ist kostenlos und erfordert keine Registrierung. Anwohnende und Besuchende können Notunterkünfte gemäß den jeweils geltenden Anweisungen nutzen. Eine Registrierung ist erforderlich. Mitzubringen sind Go Bag, Ausweis, Medikamente, Wasser, Taschenlampe und Bargeld. Haustiere, Waffen, Alkohol, kontrollierte Substanzen und Rauchen sind dort verboten; Wertsachen werden nicht aufbewahrt. Kapazität, Transport und Barrierefreiheit hängen vom Standort und Ereignis ab. Das NEOC koordiniert Ressourcen, öffentliche Informationen, Warnungen, Evakuierungen, Schadensbewertungen, Bedarfsermittlungen, Nothilfe und den Beginn des Wiederaufbaus. DEOs verbinden Gemeinden mit Freiwilligen und lokalen Ressourcen. Während eines Einsatzes kann die Feuerwehr weitere Stellen einbeziehen, etwa Polizei, Rettungsdienst, Defence Force, Barbados Light & Power, Barbados Water Authority und DEM. Unterstützung durch das Rote Kreuz, die zuständige Regionalstelle oder andere Organisationen hängt vom Ereignis ab. Es gibt keine allgemeine individuelle Entschädigung, pauschale Gebührenbefreiung oder einheitliche Frist für den Wiederaufbau. Melden Sie Schäden nach einem Ereignis DEM und dokumentieren Sie sie, sofern sicher, mit Fotos, Versicherungsunterlagen und Eigentumsnachweisen. Betreten Sie keine beschädigten Gebäude, kontaminierten oder überfluteten Bereiche und möglichen Gefahrenzonen. Prüfen Sie, ob Wasser und Lebensmittel sicher sind; Gas, Strom und baulicher Zustand eines Gebäudes müssen freigegeben sein, bevor es wieder genutzt wird. Straßen, Brücken, Strom-, Wasser- und Telekommunikationsversorgung, Häfen, Flughafen, Krankenhäuser, Notunterkünfte und Entwässerung können ausfallen. Gehen Sie sparsam mit Trinkwasser um, laden Sie Geräte auf und halten Sie Radio und Batterien bereit. Berühren Sie keine heruntergefallenen Leitungen. Rückkehr und Wiedereröffnung richten sich nach den Anweisungen der Behörden und Versorgungsunternehmen.
Katastrophen in Barbados
Barbados ist besonders Hurrikanen, Tropenstürmen, Starkregen, Überschwemmungen und Überflutungen an der Küste ausgesetzt. Wiederkehrende Dürren belasten die Wasserversorgung; Erdbeben, Tsunamis, Brände, Gefahrstoffvorfälle und Krankheitsausbrüche treten seltener auf, können jedoch schwere Schäden verursachen. Katastrophenschutz umfasst Warnungen, Vorsorge, Evakuierung, Nothilfe und Wiederaufbau.
Tipp
Richten Sie Ihre Vorsorge in Barbados zunächst auf Stürme, Starkregen, Überschwemmungen und Küstengefahren aus und halten Sie auch einen Plan für Dürren und seltene Ereignisse wie Tsunamis bereit. Aktuelle Warnungen, eine gepackte Notfalltasche, erreichbare Treffpunkte und die Bereitschaft, gefährliche Gebiete auf Anweisung der Behörden frühzeitig zu verlassen, sind entscheidend. Verlassen Sie sich weder auf Gerüchte noch auf eine angenommene Entwarnung.

