Antigua und Barbuda ist ein Inselstaat mit zwei Inseln. Deshalb können Katastrophen nationale Systeme beeinträchtigen und zugleich zusätzliche Zugangs- und Versorgungsprobleme für Barbuda verursachen. Atlantische Hurrikane und tropische Stürme sind die folgenschwersten Gefahren. Sie können extreme Winde, starke Niederschläge, Sturzfluten, Sturmfluten und Überflutungen an der Küste verursachen, gefolgt von Schäden an Stromversorgung, Trinkwasser, Straßen, Telekommunikation, Häfen, Flughäfen und Häusern. Auch auf Dürren und Wasserknappheit muss man vorbereitet sein. Erdbeben, Tsunamis, Erdrutsche, schwere Gewitter, Blitze, Tornados sowie Struktur- oder Stadtbrände treten weniger vorhersehbar auf. Vulkanasche und vulkanisch verursachte Tsunamis sind seltene externe Gefahren; Antigua und Barbuda hat keine Vulkane. Ein nationales Amt für Katastrophenschutz (National Office of Disaster Services, NODS-CU) ist die nationale Koordinierungsstelle für alle Gefahren und Notfälle, welche die Kapazitäten einer federführenden Behörde übersteigen. Die vollständige englische Amtsbezeichnung lautet National Office of Disaster Services (NODS-CU). Es arbeitet über die Nationale Katastrophenschutzorganisation und ein nationales Notfalleinsatzzentrum (National Emergency Operations Centre, NEOC). Die englische Bezeichnung dieses Zentrums lautet National Emergency Operations Centre (NEOC). Der Nationale Katastrophenschutzplan und der Nationale Plan für Katastropheneinsätze weisen nationalen Behörden, Bezirksausschüssen und Partnern aus den Gemeinden Rollen zu. Das Katastrophenschutzgesetz 2002 (Disaster Management Act 2002) bildet den Rahmen für Risikominderung, Vorsorge, Reaktion, Wiederaufbau, Frühwarnung, Evakuierung, Risikobewertung und Informationsaustausch. Es verlangt außerdem einen jährlichen Nationalen Plan für Katastropheneinsätze sowie eine Überprüfung der Politik. Bezirksausschüsse für Katastrophenschutz, Bezirkskoordinatoren für Katastrophenschutz und gemeinschaftliche Notfallteams (Community Emergency Response Teams) unterstützen die lokale Vorsorge; die Teilnahme an Bezirksausschüssen ist jedoch freiwillig und steht Einwohnern der Gemeinden offen. Als meteorologischer Dienst von Antigua und Barbuda (Antigua and Barbuda Meteorological Services, ABMS) gibt der meteorologische Dienst öffentliche Wetter-, Tropensturm-, Überschwemmungs- und Unwetterprognosen sowie Bulletins heraus. Die vollständige englische Bezeichnung lautet Antigua and Barbuda Meteorological Services (ABMS). Eine Hurrikanvorwarnung zeigt an, dass innerhalb von etwa 24 bis 36 Stunden gefährliche Bedingungen möglich sind. Eine Hurrikanwarnung zeigt an, dass solche Bedingungen innerhalb von höchstens 24 Stunden erwartet werden. Aus einer Sturzflutvorwarnung kann kurzfristig eine Warnung werden. Informationen werden über ABMS, NODS, ABS Radio und Fernsehen (ABS Radio and Television), lokale Medien und Behörden verbreitet. Es gibt keine verifizierten Belege für ein einziges landesweites öffentliches Warnsystem oder eine aktive Sirenenplattform. Einwohner sollten daher mehrere offizielle Kanäle beobachten. Eine Notfallausrüstung für den Haushalt sollte ein batteriebetriebenes Radio, eine Taschenlampe und Ersatzbatterien, Trinkwasser, haltbare Lebensmittel, Medikamente, Hygieneartikel, bei Bedarf Säuglingsbedarf, Erste-Hilfe-Material, einen Feuerlöscher, Kleidung, Decken, Ausweisdokumente, wichtige Unterlagen und Bargeld enthalten. Vor einem Sturm sollten Fenster und Türen gesichert, lose Gegenstände entfernt, Wasser eingelagert, Fahrzeug- oder Generatorkraftstoff gefahrlos aufgefüllt und Abflusswege freigehalten werden. Legen Sie einen Treffpunkt und einen Weg zu höher gelegenem Gelände fest. Menschen in tiefer gelegenen oder Küstengebieten sollten ihre Gefährdung durch Überschwemmungen, Sturmfluten und Tsunamiüberflutungen kennen. Schalten Sie nach einem Erdbeben Gas, Wasser oder Strom nicht wieder ein, bevor die jeweilige Installation als sicher gilt. NODS koordiniert nationale Ressourcen mit Regierung, Privatunternehmen und der Zivilgesellschaft. Zu den operativen Partnern können die Streitkräfte von Antigua und Barbuda, die Royal Police Force, die Feuerwehr, ABMS, die Antigua Public Utilities Authority, das Amt für öffentliche Arbeiten, Hafen- und Flughafenbehörden, das Rote Kreuz und der Rat von Barbuda (Barbuda Council) gehören. Die Feuerwehr hat fünf Stationen, darunter eine auf Barbuda. Rufen Sie in Notfällen 911 oder 999 an. NODS ist unter 562-1551 oder 562-1553 erreichbar, der medizinische Notfalldienst unter 562-2432 oder 562-2433. Welche Behörde zuständig ist und welche Hilfe verfügbar ist, hängt vom Ereignis und von den operativen Kapazitäten ab. Befolgen Sie während einer Evakuierung die Anweisungen der örtlichen Behörden. Die NODS-Leitlinien umfassen das Abschalten des Stroms am Hauptschalter, das Mitnehmen von Ausweisdokumenten, Unterlagen, Wasser und der Notfallausrüstung sowie das Erreichen einer Unterkunft, bevor tropensturmstarke Winde eintreffen. Bei Überschwemmungen, Sturmfluten oder einer Tsunamigefahr sollten Sie sich auf höher gelegenes Gelände begeben, sobald Sie dazu aufgefordert werden oder solange dies sicher möglich ist. Behörden und NODS öffnen Unterkünfte je nach Ereignis. Eine vollständige, aktuelle öffentliche Liste der Unterkünfte, ihrer Kapazitäten und barrierearmen Zugangswege konnte nicht durchgehend verifiziert werden. Neu aufgerüstete Hurrikanunterkünfte wurden im Juni 2026 in Betrieb genommen. Formelle Hilfe wird über NODS, das NEOC und die nationalen federführenden Behörden koordiniert. Die Karibische Agentur für Katastrophenhilfe (CDEMA) kann regionale Hilfe, Informationen, Schulungen und Einsatzunterstützung leisten. Antigua und Barbuda dient als subregionaler Schwerpunkt für Anguilla, die Britischen Jungferninseln, Montserrat sowie St. Kitts und Nevis. Bezirkskoordinatoren, freiwillige Ausschüsse, das Rote Kreuz, religiöse oder gemeinschaftliche Einrichtungen und private Partner können lokale Unterstützung leisten. Der Zugang hängt vom Ereignis und von den Kapazitäten ab; ein allgemeiner Anspruch der Öffentlichkeit, ein Gebührenplan oder ein Prioritätensystem für Katastrophenhilfe wurde nicht verifiziert. Der Wiederaufbau kann Monate oder Jahre dauern. Behörden und Partner bewerten Schäden und Bedürfnisse, leisten Hilfe, beseitigen Trümmer, organisieren vorübergehende Unterkünfte und stellen Wasser, Abwasserentsorgung, Strom, Telekommunikation und Verkehr wieder her. Zu den längerfristigen Maßnahmen gehören stabilere Bauweisen, Hurrikanverankerungen, Baukontrollen, die Anpassung öffentlicher Gebäude an den Klimawandel, widerstandsfähige Kirchen und Gemeindezentren sowie die Erholung von Landwirtschaft, Fischerei und Lebensgrundlagen. Nach den Hurrikanen Irma und Maria im Jahr 2017 wurden die Schäden auf 136,1 Millionen US-Dollar, die Verluste auf 18,9 Millionen US-Dollar und der Wiederaufbaubedarf auf 222,2 Millionen US-Dollar geschätzt. Auf Barbuda waren 45 Prozent der Häuser unbewohnbar, 28 Prozent mussten vollständig ersetzt werden und alle Wasserquellen waren beschädigt. Kritische Infrastruktur sollte überprüft werden, bevor Einwohner zurückkehren. Wasserproduktion, die Sanierung von Tanks, redundante Telekommunikation und die Widerstandsfähigkeit von Unterseekabeln bleiben relevante Infrastrukturthemen.
Katastrophen in Antigua und Barbuda
Antigua und Barbuda ist erheblichen Katastrophenrisiken durch Hurrikane und tropische Stürme ausgesetzt, darunter extreme Winde, Überschwemmungen, Sturmfluten sowie lang andauernde Ausfälle von Strom, Wasser, Straßen, Kommunikation und Wohnraum. Auch Dürren und Wasserknappheit sind bedeutend; Erdbeben, Tsunamis, Erdrutsche, schwere Gewitter, Blitze, Tornados und Gebäudebrände bleiben relevante Risiken. Das nationale Katastrophenschutzamt (NODS-CU) koordiniert Vorsorge, Warnungen, Notfallmaßnahmen und Wiederaufbau mit staatlichen Stellen, Gemeinden und regionalen Partnern.
Tipp
Behandeln Sie die Vorbereitung auf Hurrikane und tropische Stürme als höchste Priorität, weil ein einziges Ereignis gleichzeitig Wasser, Strom, Kommunikation, Verkehr und Wohnraum unterbrechen kann. Halten Sie genügend Vorräte für eine Zeit ohne normale Versorgung bereit, verfolgen Sie Informationen von ABMS und NODS über mehr als einen Kanal und handeln Sie, bevor Evakuierungsbedingungen gefährlich werden. Gehen Sie nicht davon aus, dass eine Unterkunft, öffentliche Hilfe oder der Zugang nach Barbuda ohne aktuelle Bestätigung verfügbar sein werden.

